Gewaltfreies Österreich
Prävention, Deeskalation, Selbstverteidigung
Workshops für Schulen und Bildungsinstitutionen in ganz Österreich
Notwehrseminare und Handlungskompetenztrainings für Frauen und FLINTA*-Personen
Schulungen für Eltern und Erziehungspersonen
Gewaltfreies Österreich
Prävention, Deeskalation, Selbstverteidigung
Workshops für Schulen und Bildungsinstitutionen in ganz Österreich
Notwehrseminare und Handlungskompetenztrainings für Frauen & FLINTA*-Personen
Schulungen für Eltern und Erziehungspersonen
Unsere Mission
Die Initiative Gewaltfreies Österreich integriert Präventionsstrategien, Deeskalationskonzepte und Selbstverteidigungstechniken in interaktiven Workshops – alle Inhalte werden in bewegtem Unterricht erlernt, geübt, erprobt und umgesetzt! Teilnehmer*innen erlangen durch das Projekt Kompetenzen, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und Gewaltrisiken durch proaktive Schutzmaßnahmen im Vorfeld zu minimieren. Dadurch wird Selbstverteidigung in vielen Fällen überflüssig. Gewaltfreies Österreich setzt auf Prävention und vermittelt Maßnahmen, um sich in unangenehmen Situationen gewaltfrei zu befreien.
Presseaussendung
Gewaltprävention: Wissen allein schützt nicht
5. Oktober 2026
Presse & Kommunikation: Nina Kainz | Die Buchstabenheldin
32 Prozent der österreichischen Schüler:innen waren innerhalb des vergangenen Jahres an einer Schlägerei oder Rauferei beteiligt. Die Initiative Gewaltfreies Österreich setzt deshalb auf Handlungskompetenz: Situationen erkennen, Grenzen setzen, deeskalieren und angemessen handeln. Der Ansatz wird bereits in Workshops für Schulen sowie in Selbstverteidigungskursen für Frauen und FLINTA-Personen umgesetzt – für den weiteren Ausbau sucht die Initiative Sponsor:innen und Kooperationspartner:innen.
Wien, 05. Oktober 2026
Die Schulglocke läutet. Unterrichtsende. Die 15-jährige Anna macht sich auf den Weg nachhause. Kurz vor der Bushaltestelle bemerkt sie, wie zwei Mitschüler sich laut beschimpfen. Innerhalb weniger Sekunden bildet sich eine Gruppe um die beiden. Einige feuern sie an, andere lachen und zücken ihre Handys. Einer der Jungen holt zum Schlag aus. Anna bleibt stehen, der Weg zur Haltestelle ist versperrt. Sie weiß, dass die Situation gerade eskaliert – aber was kann sie jetzt tun? Wissen allein schützt nicht. Wer Grenzen setzen, Hilfe holen, deeskalieren oder eine angespannte Situation verlassen will, braucht konkrete Handlungsstrategien, die im besten Fall vorher analysiert und geübt wurden. Genau hier setzt die Arbeit der Initiative Gewaltfreies Österreich an. „Eine Grenze zu kennen reicht nicht. Eine Grenze zu ziehen, eine Situation einzuschätzen oder Hilfe zu holen, muss in einem geschützten Rahmen erprobt und geübt werden“, erklärt Adrian Schmidt, Sportpädagoge, Präventions- und Gewaltschutzbeauftragter und ehemaliger Leistungssportler. Seine Initiative kommt zum richtigen Zeitpunkt. Denn die jüngste österreichische HBSC-Auswertung zeigt: 32 Prozent der Schüler:innen gaben an, innerhalb des vergangenen Jahres mindestens einmal an einer Schlägerei oder Rauferei beteiligt gewesen zu sein – bei den Schülern waren es 44 Prozent, bei den Schülerinnen 19 Prozent. Verstehen und handeln Die Initiative verbindet Prävention, Deeskalation und Selbstverteidigung mit einem handlungsorientierten didaktischen Ansatz. Die Teilnehmer:innen sollen nicht nur verstehen, wie Gewalt entstehen kann, sondern konkrete Handlungsmöglichkeiten kennenlernen und praktisch erproben. „Kinder wie auch Erwachsene müssen lernen, Konflikte und potenziell gefährliche Situationen rechtzeitig zu erkennen und deeskalierend zu handeln“, ergänzt der Gründer. Gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Team, zu dem unter anderem ein Exekutivbeamter der LPD Wien, ein Vorstandsmitglied des internationalen Jiu Jitsu Verbands mit Zuständigkeit für Gewaltschutz und die Fighting-Nationaltrainerin des JJVÖ gehören, arbeitet er intensiv an vielfältigen Angeboten.
Selbstverteidigung für FLINTA*
Ein bereits bestehendes Angebot der Initiative sind Selbstverteidigungskurse für Frauen, Lesben, Inter, Nicht-binäre, Trans und Agender Personen (FLINTA*). Dabei geht es nicht darum, körperlich überlegen zu sein, sondern in einer akuten Gewaltsituation Handlungsmöglichkeiten zu kennen und anwenden zu können. Die Teilnehmer:innen lernen, Situationen einzuschätzen, Grenzen zu setzen, sich Unterstützung zu holen und – wenn erforderlich – eine akute Gewaltsituation zu beenden oder zu verlassen. Auch an Schulen führt Gewaltfreies Österreich bereits Workshops durch. Das didaktische Konzept der Initiative orientiert sich am Kompetenzmodell des Bildungsministeriums. Wissen soll dabei nicht nur vermittelt, sondern verstanden, praktisch erprobt und im Alltag angewendet werden. „Als langjähriger Lehrer habe ich schon viele Programme zur Gewaltprävention gesehen, aber keines hat mich so überzeugt wie dieses. Die Trainer:innen haben nicht nur eine beeindruckende Expertise im Kontext von Gewalt, sondern auch ein tiefes Verständnis für pädagogische Prinzipien. Sie haben es geschafft, die Schüler:innen zu motivieren, sich aktiv am Kurs zu beteiligen, und dabei eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit geschaffen. Ich hoffe, dass das Projekt noch viele Jahre bei uns fortgeführt wird!“, lobt Julian, Wiener Pädagoge, das Angebot.
Die Vision: Gewaltprävention für weitere Zielgruppen
Die bisherige Arbeit soll künftig deutlich ausgeweitet und nachhaltig verankert werden. Ein zentrales Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines Curriculums für Gewaltprävention für Jugendliche sowie von Begleitmaterialien zu den Kursen. Damit sollen Inhalte über einzelne Workshops hinaus vertieft werden, um sie langfristig im pädagogischen Alltag einsetzen zu können. Darüber hinaus entwickelt Adrian Schmidt mit seinem Team weitere Angebote, unter anderem ein Präventionsprogramm für Männer. Im Mittelpunkt stehen Rollenbilder, Konfliktkultur, Männlichkeit und Zivilcourage. Ziel ist es, Männer frühzeitig für die Entstehung von Gewalt und Konflikten zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln. Auch weitere Angebote für Unternehmen und Bildungsinstitutionen sollen entwickelt und ausgebaut werden. „Unser Ziel ist ein Österreich, in dem Menschen wissen, wie sie Konflikte frühzeitig erkennen, Grenzen setzen und sich und andere schützen können, doch dazu brauchen wir Unterstützung“, erklärt Schmidt.
Hand in Hand zur Umsetzung
Die Vision ist nur umsetzbar, wenn die dafür notwendigen finanziellen und strukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. Deshalb sucht Gewaltfreies Österreich Unternehmen und Organisationen, die das Projekt als Sponsor:innen oder Kooperationspartner:innen unterstützen. Mit deren Unterstützung sollen insbesondere Workshops für Kinder und Jugendliche ermöglicht und bestehende Programme und Pläne weiterentwickelt werden. „Viele Schüler:innen und Eltern würden die Angebote gerne annehmen, verfügen aber nicht über die nötigen finanziellen Mittel. Sponsoring kann hier ganz konkret ermöglichen, dass Prävention nicht am Budget scheitert“, so Schmidt.
Die sanfte Kunst
Eine der Wurzeln von Gewaltfreies Österreich liegt im Jiu Jitsu. Für Adrian Schmidt hat der Sport eine besondere Bedeutung: „Im Jiu-Jitsu Training habe ich gelernt, was effektiver Gewaltschutz eigentlich bedeutet und dass er weit über bloße Technikanwendung hinausgeht. Es geht darum, Situationen wahrzunehmen, Entscheidungen zu treffen und handlungsfähig zu bleiben.“ Deshalb arbeitet er eng mit dem Verein Ju Jitsu Ryu Tsunami Alterlaa zusammen. „Als Jiu Jitsu-Verein sehen wir täglich, wie wichtig es ist, Menschen Selbstvertrauen und Handlungssicherheit zu vermitteln. Gewaltfreies Österreich geht diesen Gedanken konsequent weiter und macht daraus ein Präventionskonzept, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreichen kann“, so Obmann und Mediziner Daniel Hofmann.
Über Gewaltfreies Österreich
Gewaltfreies Österreich ist eine Initiative rund um Adrian Schmidt, die sich der Gewaltprävention, Deeskalation und Selbstverteidigung widmet. Die Arbeit seines Teams basiert auf einem interdisziplinären Ansatz: Fachwissen aus Sportpädagogik, Bildungswissenschaft, Kinder- und Gewaltschutz, Psychologie, Sportwissenschaft, Polizei und Jiu Jitsu fließt in die Entwicklung und Durchführung der Angebote ein. Zum Umfeld der Initiative gehören unter anderem ein Exekutivbeamter der LPD Wien, ein Vorstandsmitglied des internationalen Jiu Jitsu Verbands mit Zuständigkeit für Gewaltschutz sowie die Fighting-Nationaltrainerin des JJVÖ. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Handlungskompetenz: Die Teilnehmer:innen lernen, üben und erproben in bewegten und interaktiven Einheiten, wie sie Konflikte frühzeitig erkennen, Situationen einschätzen, Grenzen setzen und in herausfordernden Situationen angemessen handeln können.




